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Christiane Büttner | buettner@energie-werk-stadt.de | 03641 4535-14

 

Was umfasst das KfW-Programm „Energetische Stadtsanierung“?
Genau auf den Quartiersumbau zielt das Programm "Energetische Stadtsanierung" der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ab. Durch die Förderung integrierter Quartierskonzepte sowie eines Sanierungsmanagements, das Planung und Realisierung der in den Konzepten vorgesehenen Maßnahmen begleitet und koordiniert, sollen nachhaltige Impulse für die Steigerung der Energieeffizienz der Gebäude und der Infrastruktur, insbesondere zur Wärme- und Kälteversorgung, in den Städten und Gemeinden geleistet werden. Integrierte Quartierskonzepte zeigen unter Beachtung beispielsweise städtebaulicher, denkmalpflegerischer, wohnungswirtschaftlicher und demografischer Aspekte die technischen und wirtschaftlichen Energieeinsparpotenziale im Quartier auf. Sie zeigen, mit welchen Maßnahmen kurz-, mittel- und langfristig die Kohlenstoffdioxid-Emissionen reduziert werden können. Aussagen zur altersgerechten Sanierung des Quartiers, zu Barrierefreiheit im Gebäudebestand und in der kommunalen Infrastruktur können ebenso Bestandteil der Konzepte sein wie Aussagen zur Sozialstruktur des Quartiers und Auswirkungen der Sanierungsmaßnahmen auf die Bewohner. In der Summe wird die Lebensqualität im Quartier deutlich erhöht.


Was umfasst die Thüringer Förderrichtlinie KlimaInvest?
Die Förderrichtlinie KlimaInvest des Freistaates Thüringen zielt auf die Verminderung von Treibhausgasemissionen und die Anpassung an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels in Thüringen. Hier geht es speziell um Punkt 2.2: Erstellung von Treibhausgas-Minderungskonzepten, insbesondere Klimaschutzkonzepten, Potenzialstudien zur Minderung von Treibhausgasen in verschiedenen Bereichen und Klimaschutzstrategien, Quartierskonzepte sowie Wärmekonzepte. Eine Kumulierung der Förderung mit dem Programm "Energetische Stadtsanierung" der KfW ist explizit genannt – auch ist im speziellen Fall eine Kopplung mit Wärmeplänen und anderen Konzepten, wie sie das Thüringer Klimagesetz fordert – möglich.
In bestimmten Fällen kann auch die EFRE Städtebauförderung in gleicher Höhe herangezogen werden.


Wie setzen sich die Fördersummen zusammen?
65 % der Kosten für die Erstellung eines Quartierskonzepts werden von der KfW im Programm 432 gefördert.
20 % der Kosten für die Erstellung eines Quartierskonzepts fördert die TAB mit dem Programm KlimaINVEST

Außerdem:
Sollten Sie zu den Gemeinden gehören, die eine (einmalige) Förderung von Antragstellungen gem. Punkt 2.1 der Förderrichtlinie KlimaInvest Thüringens (‚Einstiegspaket‘) noch nicht in Anspruch genommen haben, können Sie sich damit die Antragstellung für die Fördermittel zu 100 % finanzieren.

 

Wie finanzieren wir als Kommune den Eigenanteil von 15 % ?

Wenn Sie als Kommune den Eigenanteil von 15 % für das Quartierskonzept nicht aufbringen können, besteht die Möglichkeit, dass Ihre Stadtwerke oder die Wohungsunternehmen im Quartier diesen für die Kommune übernehmen. Wir unterstüzen und beraten Sie dazu gern telefonisch oder per E-Mail.

 

Was ist mit „Quartier“ gemeint?
Laut Merkblatt ‚Energetische Stadtsanierung‘3 der KfW (LINK) besteht ein Quartier „… aus mehreren flächenmäßig zusammenhängenden privaten und / oder öffentlichen Gebäuden einschließlich öffentlicher Infrastruktur. Das Quartier entspricht einem Gebiet unterhalb der Stadtteilgröße.“ Allerdings kann es sich in den vielen kleinen Thüringer Städten und Gemeinden dabei auch schon einmal um einen Stadtteil oder einen ganzen Ortsteil handeln. Sie legen den Umriss und die Fläche Ihres Quartiers fest, administrative Grenzen (z.B. Stadtteilgrenzen) innerhalb Ihrer Kommune spielen dabei keine Rolle.


Was ist ein Quartierskonzept und welche Themen umfasst es?
Integrierte Quartierskonzepte zeigen unter Beachtung beispielsweise städtebaulicher, denkmalpflegerischer, wohnungswirtschaftlicher und demografischer Aspekte die technischen und wirtschaftlichen Energieeinsparpotenziale im Quartier auf. Sie zeigen, mit welchen Maßnahmen kurz-, mittel- und langfristig die Kohlenstoffdioxid-Emissionen reduziert werden können. Aussagen zur altersgerechten Sanierung des Quartiers, zu Barrierefreiheit im Gebäudebestand und in der kommunalen Infrastruktur können ebenso Bestandteil der Konzepte sein wie Aussagen zur Sozialstruktur des Quartiers und Auswirkungen der Sanierungsmaßnahmen auf die Bewohner. In der Summe wird die Lebensqualität im Quartier deutlich erhöht.


Wie wird ein Quartierskonzept erarbeitet?
Für die Erstellung eines Quartierskonzepts wird zunächst der IST-Zustand des Quartiers mit einer Begehung vor Ort sowie der Auswertung vorhandener Dokumente zum Quartier aufgenommen. Das umfasst neben der Bausubstanz und Haustechnik auch ökologische Themen wie Baumbestand, Grünanlagen und eventuelle Gewässer. Zum sozial-ökonomischen Bereich werden das lokale Versorgungsangebot sowie Infrastruktur (inkl. ÖPNV) und Angebote für verschiedene Bürgergruppen (Familien, ältere Menschen, …) erfasst. Ausgehen von diesen Bestandsdaten werden dann Szenarien abgeleitet, wie das Quartier unter Berücksichtigung der angesprochenen Themenfelder aufgewertet werden kann und welche Maßnahmen dazu nötig sind.


Welcher Aufwand ist für uns als Teilnehmer von PIQ mit der Erstellung eines Quartierskonzepts verbunden?
Für die Erstellung des Quartierskonzepts sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen, denn Sie bzw. die Eigentümer kennen das Quartier am besten. Sie begleiten uns bei der Quartiersbegehung und können uns einzelne Aspekte des Quartiers näher erläutern. Sie ermöglichen uns Zugang zu quartiersspezifischen Daten und Dokumenten (z.B. Statistiken, Entwicklungs-/Bebauungspläne).

 

Was ist das Ziel von PIQ?
Erklärtes Ziel des Roll-out PIQ – Projekte im Quartier ist die Umsetzung. Wir wollen keine Quartierskonzepte für Sie organisieren, die in den Schubläden landen. Uns geht es um Beschleunigung und spürbare Verbesserungen bei Klimaschutz, Energieeinsparung, dezentraler Versorgung, Wohnqualität und Teilhabe. Und um Regionale Wertschöpfung bei der Umsetzung der Energiewende! Dafür erarbeiten wir ein qualifiziertes Konzept.
Wir werden daher prozessbegleitend prüfen, ob die Einleitung von Umsetzungsschritten auch schon während der Konzeptphase möglich ist. Auf jeden Fall wollen wir in dieser Phase schon weitere Fördermittelbeantragungen umsetzen (z.B. Sanierungsmanagement nach KfW 432, aber auch Investitionsförderungen). Wir möchten unbedingt ein Abreißen des Prozesses vermeiden.