Kooperation mit Stadtwerke Energie Jena-Pößneck

Die Wärmeversorgung der Zukunft wird nicht allein durch einzelne Technologien entschieden – sondern durch die Fähigkeit, regionale Potenziale frühzeitig zu erkennen, Projekte wirtschaftlich vorzubereiten und anschließend zuverlässig umzusetzen.
Vor diesem Hintergrund intensivieren die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck und die EnergieWerkStadt® eG ihre Zusammenarbeit. Ziel der Kooperation ist es, Nahwärmeprojekte in Jena, Pößneck und der Region schneller, strukturierter und wirtschaftlich tragfähig zu entwickeln.
Gerade im ländlichen Raum Thüringens entstehen zunehmend Fragen, die einzelne Akteure kaum noch allein beantworten können: Welche Wärmequellen sind vor Ort verfügbar? Wo lohnt sich ein Nahwärmenetz? Welche Förderprogramme können genutzt werden? Und wie lassen sich Projekte so vorbereiten, dass sie nicht nur technisch funktionieren, sondern auch langfristig akzeptiert und wirtschaftlich betrieben werden können?
Genau hier setzt die Kooperation an.
Die EnergieWerkStadt® eG bringt ihre Kompetenzen insbesondere in den Bereichen Machbarkeitsstudien, Transformationskonzepte, kommunale Wärmeplanung und Fördermittelmanagement ein. Im Fokus stehen die frühzeitige Identifizierung geeigneter Projektansätze, die Berücksichtigung regionaler Besonderheiten sowie die Einbindung erneuerbarer Energiequellen wie Biomasse, Solarthermie, Geothermie oder Abwärme.
Die Stadtwerke Energie übernehmen insbesondere die technische Umsetzung und den Betrieb wirtschaftlicher Nahwärmelösungen. Dazu gehören die Errichtung, Erweiterung und der langfristige Betrieb von Wärmenetzen und Erzeugungsanlagen. Gemeinsam sollen Projekte entstehen, die Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz miteinander verbinden.
Darüber hinaus wollen beide Partner standardisierte Vorgehensweisen für ländliche Räume entwickeln. Viele Kommunen stehen heute vor ähnlichen Herausforderungen: begrenzte personelle Ressourcen, steigende Energiepreise, unsichere gesetzliche Rahmenbedingungen und ein hoher Investitionsbedarf. Umso wichtiger wird es, Erfahrungen zu bündeln und erfolgreiche Ansätze übertragbar zu machen.
Die Zusammenarbeit ist bewusst offen angelegt: Beide Partner bleiben eigenständig, arbeiten jedoch dort eng zusammen, wo Projekte, Förderkulissen und regionale Entwicklungen dies sinnvoll machen. Der regelmäßige fachliche Austausch sowie die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit sollen dazu beitragen, konkrete Vorhaben schneller in die Umsetzung zu bringen.
Dazu unser Geschäftsführer Jonas Rönnefarth: „Für uns ist die Kooperation ein wichtiger Schritt, um kommunale Wärmeplanung noch stärker mit konkreter Umsetzung zu verbinden. Wenn Planung, Fördermittel, Infrastruktur und Betrieb frühzeitig zusammengedacht werden, entstehen deutlich bessere Voraussetzungen für bezahlbare und langfristig tragfähige Wärmelösungen. Wichtig bleibt uns als Thüringer Ingenieurgenossenschaft dabei die Bewahrung unserer Eigenständigkeit, um je nach Ausgangslage vor Ort auch weiterhin mit lokalen und überregionalen Partnern flexibel zusammenarbeiten zu können.“
Damit entsteht eine Partnerschaft, die Planung und Betrieb, Strategie und Umsetzung sowie kommunale Perspektiven und technische Infrastruktur enger miteinander verbindet – mit dem gemeinsamen Ziel, bezahlbare, regionale und langfristig tragfähige Wärmeversorgung vor Ort zu ermöglichen. Grundlage der Kooperation bildet die im März 2026 unterzeichnete Vereinbarung zwischen beiden Partnern.