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Genossenschaften können Transformation

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 04.09.2026

 

EWS beim Weimarer Genossenschaftstag: Gespräche über Energie, Klima und die Kraft gemeinschaftlichen Handelns

Unter dem Motto „Gemeinsam mehr beWIRken“ wurde der Weimarer Herderplatz am 5. September zum Treffpunkt von Genossenschaften, Initiativen und Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Bereichen – von Energie, Wohnen und regionalen Lebensmitteln bis zu Mobilität, Kultur und Stadtentwicklung. Informationsstände, Ausstellungen, Musik und Mitmachangebote machten daraus bewusst keine klassische Fachveranstaltung, sondern einen offenen Tag mitten in der Stadt.

Einen besonderen Akzent setzte Harald Lesch mit seinem Vortrag in der Herderkirche: „WIR können das! Gemeinschaft als wirksame Zukunftsstrategie“. Die Botschaft passte zu dem, was draußen praktisch zu erleben war: Viele Herausforderungen werden gestaltbar, wenn Menschen Wissen, Verantwortung und Initiative zusammenbringen.

 

Vom Balkonkraftwerk bis zum Quartier

Die EnergieWerkStadt® eG war mit einem eigenen Stand vertreten – und vor allem mit viel Gelegenheit zum Gespräch. Die Themen reichten von Balkonkraftwerken und Photovoltaik über Speicher und gemeinschaftliche Energieversorgung bis zu Quartierslösungen. Dabei zeigte sich, wie schnell aus einer ganz konkreten Frage zum eigenen Haus die größere Frage wird, wie Energie künftig vor Ort gemeinsam erzeugt, gespeichert und genutzt werden kann.

Auch die Energiepolitik kam immer wieder zur Sprache. Bei vielen Besucherinnen und Besuchern war Ungeduld darüber zu spüren, dass technisch längst mögliche Lösungen durch komplizierte Verfahren, wechselnde Rahmenbedingungen und regulatorische Hürden gebremst werden. Zugleich führten die Gespräche über Energiewende häufig unmittelbar zum Klimawandel und zur Klimaanpassung – etwa zu Hitzeschutz, Verschattung, Begrünung und der Frage, wie Städte und Gemeinden unter veränderten klimatischen Bedingungen lebenswert bleiben können.

 

Gemeinsam mehr beWIRken

Ebenso wichtig wie die Gespräche mit den Besucherinnen und Besuchern war für uns der intensive Austausch mit den anderen Genossenschaften. Die Vielfalt auf dem Herderplatz zeigte eindrucksvoll, wie breit der genossenschaftliche Gedanke heute trägt. Ob Energie, Mobilität, Wohnen, Lebensmittel oder Kultur: Gemeinsam ist diesen sehr unterschiedlichen Aktivitäten die Idee, unternehmerisches Handeln mit regionaler Verankerung, gemeinschaftlicher Verantwortung und Mitwirkung zu verbinden.

Für uns als Thüringer Ingenieurgenossenschaft war der Tag deshalb mehr als eine Gelegenheit, die EnergieWerkStadt® eG vorzustellen. Die Transformation vor Ort braucht nicht nur gute technische Lösungen. Sie braucht Kooperation und Akteure, die Verantwortung gemeinsam übernehmen. Genau dafür bietet der genossenschaftliche Gedanke eine starke Grundlage.

Die Themen auf dem Herderplatz waren sehr verschieden – die Idee dahinter erstaunlich ähnlich: Gemeinsam lässt sich tatsächlich mehr beWIRken.

 

 

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Jonas Rönnefarth und Dr. Kersten Roselt am Stand der EnergieWerkStadt® eG

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